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'''Schlüsseldienst''' bezeichnet einen Betrieb für Dienstleistungen im Bereich der und der Sicherheitstechnik. Dazu zählt neben der Lieferung und Montage von Schlössern, (individuell gefertigten) n, Tresoren usw. vor allem die Dienstleistung des Türöffnens für Kunden, die in ihr Haus bzw. ihre Wohnung gelangen möchten und den Türschlüssel verloren haben oder die durch eine zugefallene Tür ausgesperrt wurden. Diese Dienstleistung nennt man auch '''Aufsperrdienst''', '''Schlüsselnotdienst, Schlossdienst''' oder '''Notöffnungsdienst''' (vor allem dann, wenn sie außerhalb der Ladenöffnungszeit erfolgt).

Deutschland

In Deutschland haben sich zwei Fachverbände etabliert: Interkey (seit 1964) sowie der Bundesverband Sicherungstechnik Deutschland (BSD). Die Bezeichnung ''Schlüsseldienst'' ist gesetzlich nicht geschützt; in diesem Segment existiert kein eigenständiges Berufsbild mehr. Früher gab es den Ausbildungsberuf des Schloss- und Schlüsselmachers, dieser fiel aber aufgrund einer Ausbildungsreform in den 80er Jahren weg

Mitte der 1960er Jahre begann Mister Minit mit der Eröffnung von Kleingeschäften, die sich auf Schuhbesohlung und Schlüsselfertigung spezialisierten. Bei Errichtung von Einkaufszentren plante man das Geschäftsmodell ''Schnellschuster mit Schlüsselschneidstelle'' fest ein und vermietete es an selbständige Kleinunternehmer als Franchise. Für sie etablierte sich allmählich die Bezeichnung ''Schlüsseldienst'' mit erweitertem Angebot (fast immer Türöffnungen; teilweise auch Montagen).

Die Umbenennung von Schlüsselschneidstellen zum ''Schlüsseldienst'' führte dazu, dass viele ''Schlüsseldienste'' sich in ''Sicherheitstechnikfachgeschäft'' o. ä. umbenannten (ebenfalls kein geschützter Name und auch ohne eigenständiges Berufsbild). Die (hervorgegangen aus dem Verband der Schadenverhütung e. V.) ist eine 100%ige Tochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und zertifiziert und überwacht u. a. auch Fachbetriebe für mechanische Sicherungstechnik.

Das Spektrum des ursprünglichen Schlüsseldienstes erstreckt sich auf Elemente von Schlosser, Tischler, Glaser und Elektroinstallationshandwerk. Der VdS fordert eine handwerkliche Ausbildung mit Meisterqualifikation in einem dieser genannten Arbeitsgewerke sowie Gesellenstatus der restlichen Gewerke. Betriebe mit ''VDS-Anerkennung als Errichter für mechanische Sicherheitseinrichtungen'' können eine gewisse Garantie handwerklicher Qualifikation bieten. Aufgrund dieser hohen Anforderungen gibt es nur relativ wenige solche Betriebe.

Mit der Bezeichnung Schlüsseldienst können Betriebe gemeint sein, dessen Bandbreite von einer Schlüsselschneidstelle bis hin zum vom VdS anerkannten Mechanikerrichter reicht. Zudem offerieren viele Schlüsseldienstbetriebe die Anfertigung von Schildern und Gravuren.

International

Der europaweite Dachverband für zertifizierte Schlüsseldienste und Sicherheitsbetriebe ist die European Locksmith Federation (ELF). Das amerikanische Pendant dazu, ist die Organisation ALOA (Security Professionals Association), vormals "Associated Locksmiths of America". ALOA ist der weltweit größte Dachverband von Schlossern bzw. Schlüsseldiensten.

Verbraucherschutz

Ein besonderes Problem bei der Suche nach Notdiensten sind die in dieser Branche zahlreich vertretenen '', 9. Januar 2013</ref> Anfahrtskosten sind vorab mit dem Hilfesuchenden zu klären, wenn dieses nicht geschieht, so muss und sollte man nicht die Kosten übernehmen. ?Unternehmer sind dazu verpflichtet, Verbraucher vor oder spätestens bei Vertragsabschluss über die Höhe der Liefer- und Anfahrtskosten zu informieren. Sonst besteht kein Anspruch auf diese Kosten?

Generell sind 56 % aller Schlüsseldienste in Deutschland zu teuer, wie eine neue Erhebung sollte eine einfache Türöffnung tagsüber nicht mehr als 127 ? kosten. Wie die Studie aber zeigt, übertreffen einige Schlüsseldienste diesen Preis deutlich. Im Rhein-Kreis Neuss beispielsweise gibt es Schlüsseldienste, die 250 ? berechnen. Dies gilt dann bereit als Wucher.

In Städten wie Hamburg werden immer mehr Anrufe bei der Polizei Hamburg getätigt, diese sich erkundigen, welchen Dienst man empfiehlt. So darf kein Beamter einen Notdienst empfehlen, lediglich auf einige Firmen hinweisen. So gibt es Vertragspartner der Polizei diese mit mit den Behörden zusammenarbeiten und auch als Ortsansässig gelten. Diese Firmen werden per Ausschreibungen, welche Gesetzlich vorgeschrieben ist, angeschrieben und Angebote werden kontrolliert. Interne Erfahrungen werden dann an die VT (Verkehr & Technik) weiter gegeben und danach richtet sich das Ranking, inwiefern man weiterhin mit einen Notdienst zusammenarbeitet. Auf Verbraucherschutz.de häufigen sich Beschwerden über Dienste. Werbende können sich dort für ein Entgelt eintragen lassen, jedoch ist das System umstritten.

Prozesse

Eine Rentnerin rief einen Schlüsseldienst, weil sie ihre Wohnungstüre von innen nicht mehr öffnen konnte. Sie ließ einen Schlüsseldienst via Terrassentür in die Wohnung. Dieser schaffte es nicht, die Türe zu öffnen. Er zerstörte die Tür und schickte eine Rechnung in Höhe von 1181 Euro. Die neue Tür kostete 1575 Euro. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf Wucher. Das entschied 2013, dies wäre nur dann Wucher gewesen, wenn die Frau in einer Zwangslage gewesen wäre. Sie habe die Wohnung per Terrassentür aber verlassen können. Die Klägerin hat gute Aussichten, mittels zivilrechtlicher Klage Schadensersatz vom Schlüsseldienst (für die unnötigerweise zerstörte Tür) zu erhalten.

Ein weiterer Prozess, der für Schlüsseldienst-Unternehmen von Bedeutung sein kann, ereignete sich Anfang 2014. Der Vermieter eines Hauses in der Nähe von Heidelberg verlangte von seinem Mieter einen Vorschuss zum Austausch der Schließanlage, da dieser einen Schlüssel verloren hatte. Es ging um insgesamt 1500 Euro. Nach der Revision des Mieters gelangte der Prozess bis zum Bundesgerichtshof, welcher schließlich entschied, dass der Vermieter solange die Kosten tragen muss, bis die Schließanlage tatsächlich ausgetauscht wurde.

Des Weiteren hat das ein Urteil gefällt. Die Wohnungstür war zugefallen, und ein Schlüsseldienst mit lokaler Rufnummer wurde verständigt. Die lokale Telefonnummer täuschte eine örtliche Präsenz vor, die tatsächlich nicht gegeben war. Das Unternehmen musste 2013 eine Niederlage vor Gericht hinnehmen. Ein er Rechtsanwalt hatte gegen die Firma geklagt und in allen Punkten Recht bekommen. Der Schlüsseldienst musste einen Teil der Kosten zurückzahlen. Das Amtsgericht

Siehe auch

  • Lockpicking

Weblinks

Einzelnachweise